Tierwelt Karibik – der Union Island Gecko oder Grenadinen Krallengecko

Gonatodes daudini, auch gemeinhin als Grenadinen Krallengecko  oder Union Island Gecko bekannt, ist eine Eidechsenart aus der Familie der Sphaerodactylidae. Die Art ist auf Union Island in St. Vincent und den Grenadinen endemisch. Der sehr seltene Gecko, der nicht größer als eine Büroklammer ist und für seine juwelenartigen Markierungen bekannt ist, gilt als stark bedroht. Der Gecko lebt in einem etwa 50 Hektar großen Stück Urwald auf Union Island, einer Grenadineninsel. Als er 2005 entdeckt wurde, wurde das Tier fast sofort zum Ziel exotischer Haustiersammler. Die Wildpopulation des Geckos war seit seiner Entdeckung auf ein Fünftel seiner ursprünglichen Größe geschrumpft. Eine Studie aus dem Jahr 2017 ergab, dass es das am häufigsten gehandelte Reptil aus der östlichen Karibik war.

Im Jahr 2019 gelang es der Regierung von St. Vincent und den Grenadinen, den Union Island Gecko in Anhang I von CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) aufnehmen zu lassen. Damit genießt die Art jetzt die höchste Stufe des Schutz vor illegalem Handel. Es gibt Behörden auf der ganzen Welt die Befugnis, konkrete rechtliche Schritte gegen Wilderer und internationale Händler einzuleiten.

Die kleine GrenadinenInsel Union Island mit ihren gut erhaltenen tropischen Trockenwäldern und Korallenriffen beherbergt eine Vielzahl endemischer Arten, die geschützt werden müssen, darunter die karibische Diamant-Vogelspinne (Tapinauchenius rasti) und der Grenadinen-Nashornleguan (Iguana insularis insularis).

Fotos: Adobe Stock

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