Meereswelt Karibik – die echte Karettschildkröte

Die Echte Karettschildkröte – lat. Eretmochelys imbricata und engl. Hawksbill Turtle – ist in der gesamten Karibik verbreitet. Ihren Namen verdankt sie dem schmalen Schnabel – der dem eines Raubvogels ähnelt. Die Hornplatten des Panzers dieser Tiere überlappen einander und sind aus dem einst begehrten Schildpatt. Die Karettschildkröte kann bis 90 cm lang und 30-40 Jahre alt werden. Die erwachsenen Tiere werden bis 75 kg schwer und sind normalerweise schwarz bis dunkelbraun und haben gelbliche und hellbraune Flecken. Sie müssen zum Atmen auftauchen, können aber bis zu 45 Minuten unter Wasser bleiben.

Echte Karettschildkröten kommen vor allem in Korallenriffen vor. Man findet sie aber auch in Mangrovensümpfen und Flussmündungen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Weichtieren wie Quallen und Anemonen, Korallenpolypen und Meeresalgen.

Die Eiablage der echten Karettschildkröte nur alle 2-3 Jahre

Alle zwei bis drei Jahre kehren die Weibchen für etwa zwei Wochen jede Nacht an ihre Geburtsstrände zurück, um etwa 130 Eier in jedes der drei bis fünf Nester zu legen. Wenn die Jungtiere nach ca. 2 Monaten den gefährlichen Weg über den Strand ins offene Meer überstanden haben, suchen sie Schutz unter schwimmenden Matten aus Algen und Seetang.

Trotz internationalem Schutz eine bedrohte Art

Aufgrund ihres Fleisches, ihrer Eier und besonders wegen des Schildpatts wurden die Echten Karettschildkröten früher intensiv bejagt. Trotzdem sie heute durch das Washingtoner Artenschutzabkommen unter internationalem Schutz gestellt wurde, gehört sie nach wie vor zu den bedrohten Arten. Grund dafür sind neben der Verschlechterung des natürlichen Lebensraumes auch ihr Schicksal als Beifang beim Fischen.

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