Naturinsel Dominica – die Trafalgar Wasserfälle

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Im Inselinneren Dominicas liegt das malerische Dorf Trafalgar. Von dort aus sind es zu Fuß nur 10 Minuten zu einer der beliebtesten Naturattraktionen Dominicas – den Trafalgar Falls. Von einer Aussichts-Plattform hat man einen Panoramablick auf zwei Wasserfälle, die etwa 40 Meter bzw. 23 Meter in die Tiefe stürzen. Ein großer Felssturz im September 1995 begrub die einst beliebten heißen Quellen und Becken am Fuß des Wasserfalls.

Der einst höhere Wasserfall, also der linke, wird im Volksmund „Papa Falls“ genannt und der kürzere, aber wasserreichere wird liebevoll „Mama Falls“ genannt. Beide werden von Nebenflüssen des Roseau River gespeist, die sich ihren Weg durch Schluchten bahnen. Ihren Weg kreuzen öfters orange gefärbte kleinen Quellen, deren Färbung von Eisenverbindungen im Ton kommt.

Auf einer Wanderung findet man Begonien (lokal „Lozèy-blan“ genannt) und wilde Anthurien. An den Stämmen vieler Bäume wachsen große Kletterpflanzen mit Blättern, die Fliegenflügeln ähneln  und „Zèl-mouch“ genannt werden (Kwéyòl für Fliegenflügel). Brotfruchbäume säumen den Weg. Sie wurden erstmals 1791 von Captain Bligh als billige Nahrungsquelle, für die afrikanischen Sklaven in die Karibik gebracht. Auf Dominica gibt es 188 Farnarten und entlang der Wege um die Trafalgar Fall findet man diverse davon. Es gibt Lianen , jede Menge Bromelien sowie die ebenfalls reichlich vertretene Heliconia oder „Balizyé“. Sie ist mit der Bananenpflanze verwandt und es gibt zwei einheimische Arten auf Dominica, die entweder rote oder gelbe „Blüten“ haben. Ihre Blätter nutzen Dominicas Kalinago-Indianern der Imprägnierung ihrer großer Lawouman-Tragekörbe. Der Trompetenbaum (Kweyol – Bwa Kanno) hat markante Blattnarben an seinem hohlen Stamm. Seine großen Blätter sind geteilt, und jung rötlich bis goldfarben.

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Die Tierwelt ist in dieser Gegend ebenfalls reichlich vertreten. Es gibt Eidechsen, Krabben, Vögel und Schmetterlinge. Oft und besonders nach einem heftigen Regenschauer hört man die Pfeifrufe eines winzigen Frosches. Gespenstschrecken, die winzigen Zweigen ähneln, sind in der Gegend zu finden. Die Baumeidechse oder „Zanndoli“ ist sehr verbreitet und lebt nur auf dieser Insel. Das Männchen ist das farbenfrohere der Geschlechter und zeigt sich manchmal mit seinem Kehlfächer, wenn es versucht, sein Territorium zu verteidigen oder einen Partner anzuziehen. Mit etwas Glück kann man auch den Kleinen Antillenleguan entdecken. Die braun-gelbe Flusskrabbe, die die Inselbewohner „siwik“ oder „cyrique“ nennen, ist die einzige Krabbenart, die man in den Wäldern im Inneren der Insel finden kann.

Kolibris schwirren von Blüte zu Blüte. Auf Dominica gibt es vier verschiedene Arten, darunter den Blaukopfkolibri, der nur hier und auf Martinique vorkommt. Der Antillen-Schopfkolibri mit seinem grün schimmernden Kamm und die Purpurkehl-Kolibri sind die beiden anderen Kolibris, die hier ebenfalls beobachtet werden können. Neben ihnen gibt es den Brown Trembler, der House Wren, den Breitflügelbussard, den Bananaquit, den Kleinen Antillen-Gimpel, den Kleinen Antillen-Fliegenschnäpper und Reiher. Beeindrucken ist das melodiöse Lied des Bartclarino (Rufous-throated Solitaire).

Hier geht es zur Inselseite Dominica

Hier geht es zur Website der Tourismusbehörde Dominicas 

Fotos: Adobe Stock und Dominica Tourismus

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