Curaçao – karibische „Killerdrohnen“ sollen nach Europa

Die Niederlande haben kürzlich vier MQ-9 Reaper-Drohnen erworben, die für die Überwachung aus der Luft bestimmt sind. Die vier brandneuen, unbemannten Superdrohnen der niederländischen Luftwaffe gehen vorerst nicht in die Niederlande, sondern werden auf Curaçao stationiert und sofort in der Karibik eingesetzt. Hier wird das System zunächst ausgiebig getestet. Später können die Geräte bei Einsätzen gegen Drogenschmuggler auf See eingesetzt werden.

Aber die niederländischen Abgeordneten wollen sie bewaffnen, damit „Killerdrohnen“ zur Verfügung stehen, falls sie wegen des Krieges in der Ukraine gebraucht werden. „Der Krieg in der Ukraine zeigt, dass bewaffnete Drohnen etwas bewirken können“, sagte VVD-Abgeordneter Peter Valstar der Zeitung. „Die ukrainische Armee hat der russischen Armee mit dem Einsatz dieser Drohnen einen schweren Schlag versetzt. Ich finde es schade, dass die Niederlande über diese hochwertigen Drohnen verfügen und sie nur zum Sammeln von Informationen einsetzen.“

Die niederländischen Koalitionsparteien VVD, CDA und ChristenUnie sowie die Oppositionsparteien PVV, JA21 und SGP unterstützen die Idee, die neuen Drohnen zu bewaffnen. Sie werden nächste Woche einen entsprechenden Antrag stellen. Das Verteidigungsministerium prüft derzeit die Optionen.

Quelle: Curaçao Chronicle Fotos: Adobe Stock

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