Dominikanische Republik – Bau der Grenzmauer zu Haiti hat begonnen

Am 27. Februar letzten Jahres kündigte der Präsident der Dominikanischen Republik Luis Abinader den Bau einer Grenzmauer zu Haiti, um die Sicherheit in dem Gebiet zu verbessern, das die Dominikanische Republik von Haiti trennt. Geplant war der Baustart für die  zweite Hälfte des Jahres 2021 aber aus nicht geklärten Gründen , wurde das Projekt nicht gestartet.

Ein Jahr nach der Ankündigung beginnt jetzt der Bau die Mauer an der Grenze. Am 20. Februar tat Abinader den ersten Schlag für den Bau des Grenzzauns. Hauptziel ist es, die illegale haitianische Einwanderung einzudämmen. Neben dem 3,9 Meter hohen Zaun aus Stahlbeton und Metall wird es auch 170 Überwachungs- und Kontrolltürme und 71 Zugangstüren geben. Für die ersten 54 Kilometer ist eine Gesamtinvestition für die insgesamt 160 Kilometer lange Grenzmauer soll 1.750 Millionen RD$ (knapp 30 Mio Euro) vorgesehen. 

Abinader erklärte dazu: „Dies ist ein Grenzzaun, der beiden Ländern zugute kommen wird, weil er den bilateralen Handel kontrollieren, Migrationsströme regulieren wird, um die Mafia zu bekämpfen, die Menschenhandel betreibt, sich mit Drogenhandel und dem illegalen Verkauf von Waffen befasst und zusätzlich das Vieh von Viehzüchtern und Anpflanzungen von Agrarproduzenten schützt. Mit dieser Grenzschutzanlage werden wir auf unterschiedliche Weise die organisierte Kriminalität bekämpfen, die die Grenzgebiete beider Länder als Operationsbasis nutzt, was zum  Nutzen beider Nationen sein wird „. Der Bau des ersten Abschnittes soll voraussichtlich 7 Monaten dauern. Eine zweite Bauphase soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres ausgeschrieben werde.

Abinader kündigte zudem an, dass noch diese Woche ein fortschrittliches biometrisches Kontrollsystem installiert wird, um Personen zu registrieren, die über regulierte Grenzübergänge in das Land einreisen. Dieses System wurde von der deutschen Firma Dermalog entwickelt. Es verwendet das ABIS-System als Werkzeug, das Fingerabdrücke mit Fotos, zusätzlich zur Erfassung demografischer Daten (Namen, Dokumente und Standort, ua) kombiniert, um die Identität einer Person mit einer minimalen Fehlerquote zu identifizieren.

Der Präsident sagte, dass die Dominikanische Republik weder die politische und wirtschaftliche Krise in Haiti in den Griff bekommen, noch die übrigen Probleme seines Nachbarstaates lösen kann… „Ich fordere die großen Nationen der Welt noch einmal auf, Haiti entsprechend zu retten. Wir für unseren Teil dazu beitragen, weiterhin gutnachbarliche Beziehungen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig unsere Bemühungen zum Schutz unserer Grenzen und zur Verteidigung unserer Souveränität zu verdoppeln“, erklärte er.

Quelle und Fotos: Listín Diario

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