Grenada feiert 48 Jahre Unabhängigkeit

Am Montag dem 07. Februar feierte Grenada den 48. Jahrestages der Unabhängigkeit der Nation. Zum Gedenken an das Ereignis fand am OECS-Hauptsitz in St. Lucia eine virtuelle Flaggen-Zeremonie statt. Die Zeremonie beinhaltete eine aufgezeichnete Botschaft des Premierministers von Grenada, Dr. Keith Mitchell und eine Ansprache des Generaldirektors der OECS, Dr. Didacus Jules. In seiner Ansprache für die Zeremonie zum Hissen der virtuellen Flagge drückte Premierminister Mitchell den karibischen Ländern, die weiterhin solidarisch mit Grenada stehen, insbesondere in diesen herausfordernden Zeiten, seinen aufrichtigen Dank aus. 

Grenada wurde 1498 von Kolumbus entdeckt und später von den Franzosen in Besitz genommen. In der Zeit bis 1783 stritten Franzosen und Briten mehrfach um die Insel, bis sie endgültig dem britischen Empire zugeschlagen wurde.  Von 1958 bis 1962 war die Insel ein Teil der Westindischen Föderation. 1974 wurde Grenada unter Premierminister Eric Gairy unabhängig. Nachdem Gairy zunehmend diktatorisch regierte und seine Geheimpolizei immer heftiger gegen die Opposition vorging, kam es 1979 in einer unblutigen Revolution der Bewegung New Jewel Movement unter Maurice Bishop. Bishop wollte für Grenada Blockfreiheit und gute Beziehungen zu den USA ebenso wie zur Sowjetunion und zu Kuba. In einem Staatsstreich wurde Bishop 1983 von innerparteilichen Konkurrenten um seinen Vize-Premierminister Bernard Coard abgesetzt und später vom Militär ermordet. Im Oktober 1983 kam es unter dem Vorwand des Schutzes von US-Bürger zu einer Invasion von US-Truppen. Seit 1984 finden wieder regelmäßig freie Wahlen auf der Insel statt.

Quelle: St. Vincent Times

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