Martinique wird UNESCO-Biosphärenreservat und seine Segeltradition Weltkulturerbe

Die gesamte Insel Martinique, einschließlich ihrer ausschließlichen Meereswirtschaftszone, ist Teil des 12.169.368 Hektar großen, dieses Jahr von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservats geworden. Martinique gehört zum karibischen Hotspot, der zu den 35 weltweit wichtigsten Biodiversitäts-Hotspots zählt. Der Artenreichtum ist durch viele beheimatete endemische Arten einzigartig. Neben dem Schutz der Artenvielfalt liegt der Fokus des neuen UNESCO-Biosphärenreservats auf der kulturellen Vielfalt der Insel und der Partizipation der Bevölkerung. Ziel ist es, den 380.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Insel die ökologische und kulturelle Vielfalt des Gebietes, aber auch Möglichkeiten der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung durch Ökotourismus und verantwortungsvolle Landwirtschaft, näher zu bringen und zu vermitteln und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung im Einklang mit der Bevölkerung und der Natur beizutragen.

Zudem wurde das für Martinique typische Segelboot – Yole in das UNESCO-Register für gute Praxisbeispiel aufgenommen. Dort werden Modellprojekte aufgelistet, die zeigen, wie Immaterielles Kulturerbe effektiv und mit innovativen Methoden erhalten, an kommende Generationen weitergeben und lebendig weiterentwickelt werden kann. 

Die Martinique-Yole: Von der Herstellung bis zu den Segelpraktiken, ein Modell für den Erhalt des Kulturerbes 

Eine Yole ist ein leichtes, schnelles Boot mit geringem Tiefgang mit einem oder zwei Segeln. Die Besatzung sitzt auf langen beweglichen Stangen seitlich des Rumpfes, um das Boot auszubalancieren. Ziel des Erhaltungsprogramms ist es, das Wissen der lokalen Bootsbauerinnen und Bootsbauer zu bewahren, die Kenntnisse weiterzeugeben, die zum Segeln der Boote notwendig sind und die Verbindungen innerhalb der Gemeinschaften zu stärken.

Quelle: UNESCO 

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