Foto: Cayman Compass

Bedrohte Nassau-Zackenbarsch-Population erholt sich langsam

Naturschutzbemühungen werden als Erfolg gewertet

Eine neue Studie von Forschern des Scripps Institution of Oceanography an der Universität von Kalifornien in San Diego ergab, dass sich die Population des vom Aussterben bedrohten Nassau-Zackenbarsch um Little Cayman und Cayman Brac in den letzten 15 Jahren deutlich erholt hat. Dies ist ein großer Fortschritt, da noch vor etwa zwei Jahrzehnten angenommen wurde, dass die Zackenbarschpopulation fast komplett zusammengebrochen war. Die Population auf Little Cayman erhöhte sich demnach von rund 1.200 Fischen im Jahr 2009 auf mehr als 7.000 im Jahr 2018. Little Cayman beherberge damit jetzt die weltweit größte, identifizierte Nassau-Zackenbarsch-Population.

Die Forscher führen die erfolgreiche Erholung der lokalen Nassau-Zackenbarschpopulationen auf einen Ansatz zurück, bei dem Regierungsbehörden, akademische Forscher und gemeinnützige Organisationen beteiligt waren.

Trotz der ermutigenden Zahlen bleibt das Umweltministerium der Cayman Islands (DoE) aber eher vorsichtig und hält die Fortführung der Fangbeschränkungen für Nassau-Zackenbarsche für erforderlich, um die nach wie vor stark gefährdete Art dauerhaft zu erhalten. Rifffische wie der Zackenbarsch sind einem sehr hohem Risiko ausgesetzt, überfischt zu werden, wenn sie während des Laichens nicht geschützt werden.

Die DoE and Reef Environmental Education Foundation führen auch ein jährliches Forschungsprojekt „Grouper Moon“ durch, bei dem das jährliche Laichen der Nassau-Zackenbarsche überwacht wird, bei dem sich eine große Anzahl der Fische an bestimmten Stellen während eines Vollmonds versammelt.

Die vollständige Studie mit dem Titel „Bergung des vom Aussterben bedrohten Nassau-Zackenbarschs (Epinephelus striatus) auf den Kaimaninseln nach gezielten Erhaltungsmaßnahmen“ wurde in der Zeitschrift Proceedings der National Academy of Sciences veröffentlicht.

Originalbeitrag Cayman Compass, Reshma Ragoonath – 8. Januar 2020

Hier geht es zur Studie: https://www.pnas.org/content/early/2020/01/01/1917132117#abstract-2

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