Meereswelt Karibik – die unechte Karettschildkröte

Die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta – im Englischen Loggerhead)) ist die größte Hartschildkröte der Welt, etwas größer bei durchschnittlichem und maximalem Reifegewicht als die Grüne Meeresschildkröte und die Galapagos-Schildkröte. Sie gehört zu den Meeresschildkröten und ist auch die zweitgrößte, noch nicht ausgestorbene Schildkröte der Welt nach der Lederschildkröte. Erwachsene Exemplare können von 80 bis 200 kg schwer und Panzerlänge von bis zu 1 Meter und mit Kopf und Schwanz eine Gesamtlänge von bis zu 2 Metern erreichen. Ihre Färbung reicht von gelb-orange bis rotbraun, während die Unterseite typischerweise blassgelb ist. Der Hals und die Seiten der Schildkröte sind oben braun und an den Seiten und unten gelb. Die Nahrung der Tiere besteht vor allem aus Krebsen, Kopffüßern, Quallen, Seeigeln und anderen Tieren. Sie fressen aber auch Seegras. 

Erwachsene Männchen haben längere Schwänze und Krallen als Weibchen. Die Panzer der Männchen sind breiter und weniger gewölbt als die der Weibchen, und Männchen haben typischerweise breitere Köpfe als Weibchen. Tränendrüsen, die sich hinter jedem Auge befinden, ermöglichen es der Unechten Karree, das osmotische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, indem sie das überschüssige Salz aus der Aufnahme von Meerwasser entfernen. An Land erweckt die Ausscheidung von überschüssigem Salz den Eindruck, dass die Schildkröte „weint“

Unechte Karettschildkröten verbringen die meiste Zeit ihres Lebens im offenen Meer und in flachen Küstengewässern. Außer den kurzen Besuchen der Weibchen, um Nester zu bauen und Eier abzulegen, kommen sie selten an Land. Junge Unechte Karettschildkröten leben in schwimmenden Matten aus Braunalgen (Sargassum), wo sie Schutz und Nahrung finden.  

Aufgrund ihres Fleisches, ihrer Eier, ihres Fettes und des Schildpatts ihrer Panzer wurden die Unechten Karettschildkröten intensiv bejagt und fast ausgerottet waren. Sie ist nach wie vor vom Aussterben bedroht und steht durch das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen unter internationalem Schutz. Obwohl sie dadurch nicht mehr gejagt oder gefangen werden darf wird sie durch die Schleppnetz-Fischerei bedroht. Wenn Sie sich in den Netzen verfängt, kann sie nicht mehr zum Atmen an die Oberfläche und erstickt. 

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