Kuba – Auswirkungen der schweren Juni-Regenfälle auf die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

In einem neuen Update zu den Schäden, die Anfang Juni auf Kuba durch die starken Regenfälle verursacht wurden, informierte das Landwirtschaftsministerium auf seiner Website über die Folgen. Demnach waren die Auswirkungen auf das Agrarsystems (Ernten, Lagerung und Transport) erheblich. Insgesamt waren 4.889 Hektar betroffen wovon 2.583 Hektar als Totalverlust gelten. Besonders betroffen sind Lebensmittel (hauptsächlich Süßkartoffeln und Maniok, Gemüse und Mais).

Um die aktuelle Feuchtigkeit zu nutzen, wurde – soweit möglich sofort begonnen, neu zu säen. Erschwert wird dies allerdings dadurch, dass es in den betroffenen Provinzen Pinar del Río, Artemisa, Mayabeque, Matanzas, Villa Clara, Cienfuegos, Sancti Spíritus und Ciego de Ávila weiter regnet und zu viel Feuchtigkeit im Boden ist.

Die für Kuba so wichtige Tabakproduktion war durch den Starkregen gleichfalls betroffen. Soweit möglich wurde mit der Rückgewinnung von Tabak – insbesondere des nass gewordenen Tabaks und dem Wiederaufbau der betroffenen Tabak-Trockenhäuser begonnen. Insgesamt war en 507 Tonnen Tabak betroffen, von denen 17,5 komplett verloren gingen. Der gesamte betroffene Tabak wird behandelt und kann an Qualität verlieren.

Besonders in Pinar del Rio sind auch die Milchproduktion und der Reisanbau betroffen. In Pinar del Río gibt es 1.050 ha reifen Reis und mögliche Schäden auf 150 ha, die zur Entwässerung und Bewertung bearbeitet werden. Auch in Cienfuegos und Ciego de Ávila ist die Reisernte lahmgelegt, da es in den  Provinzen weiter regnet.

Der Starkregen und seine Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion trifft Kuba in einer ohnehin angespannten Versorgungssituation.

Quelle: Granma Fotos: Granma und Adobe Stock

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