Meereswelt Karibik – der schwarze oder langstachlige Seeigel

Diadema antillarum – der schwarzer oder langstacheliger Seeigel, ist eine Art von Seeigel aus der Familie der Diadematidae. Kennzeichnend sind seine außergewöhnlich langen schwarzen Stacheln.

Der schwarze Seeigel hat, wie andere Tiere dieser Familieneine eine „Schale“. Im Gegensatz zu den Seeigeln anderer Arten mit 1–3 cm langen Stacheln, sind seine jedoch mindestens 10–12 cm lang. Er lebt auf Korallenriffen in Wassertiefen bis 10 Metern Tiefe. Da die Tiere nachtaktiv und lichtempfindlich sind, verstecken sie sich gern in Felsspalten, Höhlen oder anderen schattigen Plätzen am Riff. Er ernährt sich hauptsächlich von Algen und manchmal Seegras. Es ist der häufigste und wichtigste Pflanzenfresser an den Korallenriffen der Karibik und des westlichen Atlantiks. Diese Art ist ökologisch enorm wichtig, weil sie Algen von den Korallen abgrast, die sonst so stark wachsen können, dass sie Korallenriffe ersticken können. Für die Gesundheit eines Riffs ist daher auch eine ausgewogene Population dieser Seeigel wichtig.

Im Jahr 1983 kam es fast in der gesamten Karibik bis nach Südamerika und nördlich bis zu den Bahamas zu einem Massensterben des schwarzen Seeigels. Dabei starben mehr als 97 % der Population. Seit dieser Zeit sind einige karibische Riffe von Blattmakroalgen überwuchert. Dies hemmt das Korallenwachstum und hat den ohnehin fortschreitenden Rückgang der Steinkorallen weiter verstärkt. Zudem leidet die Artenvielfalt der Meereslebewesen der Korallenriffe stark. Das starke Algenwachstum hemmte die Entwicklung der Korallen und lässt sie sogar ganz absterben, was die Anzahl der Fische und anderen Tiere, die auf den Riffen lebten mangels Nahrung und Unterschlupf deutlich zurückgehen lässt.

Fotos: Adobe Stock

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