Martinique – Ausgangssperre wegen eines „besorgniserregenden“ COVID-19-Anstiegs verlängert

Die Behörden der französischen Karibikinsel Martinique haben eine nächtliche Ausgangssperre um weitere zwei Wochen verlängert, um einen Anstieg der Covid-19-Infektionen zu bekämpfen. Der Präfekt von Martinique warnte davor, dass die fünfte Viruswelle „zunehmend besorgniserregend“ sei, und sagte, die Ausgangssperre von 20 bis 5 Uhr werde ab vergangenen Mittwoch erneut durchgesetzt. Die jetzige Verlängerung soll die steigende Fallzahl eindämmen. „Alle Reisen auf die Insel müssen durch zwingende familiäre, gesundheitliche oder berufliche Gründe gerechtfertigt sein“, teilte Präfekt Stanislas Cazelle in einer Pressemitteilung mit. 

„Wenn Sie von der Polizei angehalten werden, müssen Sie sowohl eine Bescheinigung über die außergewöhnliche Reise als auch einen Beleg vorlegen, der den Grund für den Verstoß gegen die Ausgangssperre begründet.“ Ausnahmen für Betriebe, die bis 22 Uhr geöffnet sind, werden nicht mehr akzeptiert. Um diese fünfte Welle zu bremsen, seien Home-Office und Meetings per Videokonferenz „dringend zu empfehlen“, heißt es in der Pressemitteilung von Cazelle. „Veranstaltungen zur Weihnachtszeit würden „neu erfunden“, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten.

Auf Martinique wird jetzt für Kinder ab 12 Jahren eine Impfung empfohlen, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Die zu Frankreich gehörenden Westindischen Inseln Martinique und Guadeloupe sind aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten und einer verpflichtenden Impfung des Gesundheitspersonals mit starken Spannungen konfrontiert. Der für französische Überseegebiete zuständige Minister Sebastien Lecornu versprach letzte Woche, einen Dialog über die Anpassung der Durchsetzung der Covid-Regeln zu eröffnen.

Quelle: RFI 

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