Trinidad & Tobago – Ausnahmezustand wird beendet obwohl Gesundheitsversorgung Belastungsgrenze erreicht

Der Premierminister von Trinidad & Tobago, Dr. Keith Rowley, warnte am Samstag, dass das parallele Gesundheitssystem, das zur Bewältigung von Covid19 eingerichtet wurde, derzeit an seine Grenzen stößt. Zuvor hatten der Gesundheitsminister Terrence Deyalsingh und der leitenden Ärztin Dr. Maryam Abdool-Richards berichtet, dass das nationale Impfprogramm ins Stocken geraten sei und die Auslastung des Gesundheitssystems bei etwa 86 Prozent lag, wobei die meisten Patienten ungeimpft seien. Derzeit sind nach Angaben der John Hopkins Universität erst knapp 45% der impffähigen Bevölkerung der Insel immunisiert und noch 600.000 Personen ungeimpft. Rowley sagte dazu: „Wenn das parallele Gesundheitssystem zusammenbricht, … wird nicht nur dieses kaputt gehen … sondern auch Auswirkungen auf das allgemeine Gesundheitssystem des Landes haben.“ Sollte dies passieren, würde auch die Gesundheitsversorgung für normale Menschen beeinträchtigt. Rowley lobte das medizinische Personal, das sein Bestes getan hat, um die Öffentlichkeit vor Covid19 zu schützen, und verurteilte Versuche von allen, die versuchten, sie für die Zunahme der Fälle in letzter Zeit verantwortlich zu machen. 

Der am 15. Mai diesen Jahres erklärte Ausnahmezustand (SoE) hätte seinen Zweck erfüllt und wird am 17. November vorzeitig aufgehoben. Er wurde ausgerufen, um die Ausbreitung von Covid19 einzudämmen, während Covid19-Impfstoffe für die Bevölkerung beschafft wurde. Trotz Aufhebung des SoE bleiben bestimmte Regelungen in Kraft : „Öffentliche Feste und Partys in all ihren Formen bleiben vorerst verboten.“ Er sei besorgt über die Besessenheit einiger Menschen, unabhängig von den Folgen für ihre Gesundheit und die der breiten Bevölkerung zu feiern. Er Hoffe, dass Strände und Flüsse bis Weihnachten kontrolliert wiedereröffnet werden könnten. Gleichzeitig warnte er davor, dass diese Orte und Privatwohnungen wie Strandhäuser in der Nähe zu Partyzonen und Covid19-Super-Spreader-Standorten umgewandelt werden könnten. Er verurteilte diese Leute, weil sie sich nicht um den Schaden kümmerten, den ihre Handlungen dem Rest der Bevölkerung und dem bereits jetzt erschöpften medizinischen Personal anrichten würde. Von der Polizei wird erwartet, dass sie nach Aufhebung des SoE für die strikte Einhaltung der Gesundheitsvorschriften sorgt. Öffentliche Versammlungen bleiben auf maximal zehn Personen beschränkt und der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit bleibt untersagt. Für Veranstaltungen wie Taufen, Beerdigungen und Hochzeiten könnten Gotteshäuser ihre interne Kapazität auf 50 Prozent erhöhen. Während Strände und Flüsse geschlossen bleiben, werden die Pools für geimpfte Personen wieder geöffnet.

Quelle und Foto: T&T Newsday

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