Der Feuerfisch – schön, giftig und eine Gefahr für die Riffe der Karibik

Feuerfische (Pterois volitans) obwohl auf anderen Seiten der Welt beheimatet, sind in den vielen Riffen der Karibik zur Plage geworden. Der ursprünglich im Indo-Pazifik beheimatete, beliebte Aquarienfisch hat sich wahrscheinlich vor ca. 25 Jahren über freigelassenene Exemplare und/oder Ballastwassertanks der Schiffe in den Gewässer vor Florida verbreitet. Alles Weitere spielte sich wie ein Horrorfilm mit einer alles vertilgenden Superspezies ohne natürlichen Fressfeinde ab.

Fast alle Meeresspezies leben innerhalb sehr enger Parameter von Salzgehalt und Temperatur, ganz zu schweigen von Klarheit, Tiefe und Nahrungsquelle des Wassers. Nicht so der Feuerfisch. Er kann sowohl im seichten und warmen Brackwasser als auch in kalten Tiefen von mehreren hundert Metern leben. Zudem ist die Art äußerst fruchtbar. Alle 4 Tage werden bis zu 30.000 Eier freigesetzt um mit der Strömung verbreitet zu werden. Eine Studie ergab, dass ein einzelner Feuerfisch in den ersten zwei Lebensjahren mehr als 60.000 Rifffische fressen konnte.

In Ermangelung von natürlichen Feinden kann nur der Mensch sich dieses invasiven Eindringlings annehmen. Taucher müssen die Fische mit Speeren töten und dann in speziellen Behältern verstauen. Der Grund dafür ist, dass die Stachelenden des Feuerfisches ein hochwirksames Gift enthalten, dass für Menschen zwar nicht tödlich, aber sehr schmerzhaft ist. Das einzig Gute an dieser ökologischen Tragödie ist, dass wir sie zwar töten müssen, sie aber großartig schmecken.

Quelle für Video und Bilder: Cayman Compass

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