Barbados und Kuba wollen ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen

Während eines Besuches des kubanischen Staatschefs Miguel Diaz-Canel kündigte die  Premierministerin von Barbados Mia Mottley an, dass Barbados Hilfe von Kuba erhalten wird, um die Diabetes-Epidemie auf der Insel zu bewältigen. Während einer gemeinsamen Erklärung  sagte Mottley, dass beide Länder gemeinsam an einem Medikament arbeiten werden, das zur Behandlung von diabetischen Geschwüren geeignet ist. Sie dankte auch Präsident Diaz-Canel für die Entsendung eines medizinischen Teams, um die Insel bei ihrer COVID-19-Reaktion zu unterstützen. Kubanische Krankenschwestern hätten eine Lücke gefüllt.

Barbados und Kuba blicken auf 50 Jahren Zusammenarbeit und bilateralen Abkommen zurück. So habe sich Barbados verpflichtet, auf Cricket, Straßentennis und Netzball spezialisierte Trainer nach Kuba zu schicken. Beide Länder wollen auch kulturelle Austauschprogramme einrichten. Die Premierministerin erklärte, dass Barbados einst im 19. Jahrhundert weltweit führend in der Zuckerrohrzüchtungsforschung war. Aktuell hätte ihre Regierung Kuba um Hilfe bei der „Steigerung der Zuckerrohrerträge“ gebeten.

Mottley sprach auch über die Notwendigkeit, ein Zahlungssystem zur Erleichterung des Handels zu finden. Man müsse einen Mechanismus suchen, der einen größeren, interregionalen Handel ermöglicht, der nicht von den Vereinigten Staaten von Amerika und dem seit 61-jähriges bestehenden Wirtschaftsembargo gegen Kuba abhängt.

Barbados habe in den letzten 40 Jahren erhebliche Geldsummen für den Küstenschutz ausgegeben und schlug vor, dass Kuba die Insel bei ihren Bemühungen unterstützen könne. Ein  Meeresraumplanungsabkommen soll darauf abzielen, mindestens 30 Prozent der Meeresfläche zu schützen. Es ziele darauf ab, „die Wiederauffüllung unserer Fischereibestände und die anderen Dinge sicherzustellen, die notwendig sind, um die Fischzereiwirtschaft zu erhalten, die 414-mal so groß ist wie unsere Landwirtschaft“.

Quelle: St. Vincent Times

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