Bergwandern – hoch über der Karibik!

Die Karibik ist nicht nur bekannt für ihre einzigartigen Strände. Man kann auch hervorragend wandern und sogar Berge besteigen. 8 der besten Bergwanderziele auf 8 karibischen Inseln stellen wir hier vor:  

Gros & Petit Piton, St. Lucia

798 m & 743 m

Eine Wanderpilgerreise durch die Karibik ist nichts ohne eine Wanderung auf die Pitons, die an der Südwestküste aus dem Wasser ragen. Diese steilen Reste eingestürzter Vulkankegel wurden einst von der Taino-Bevölkerung der Insel verehrt. Der größere Berg – der Gros Piton – galt als Gott des Feuers und des Regens. Der kleinere – der Petit Piton – war der Gott der Fruchtbarkeit. Die Besteigung des Petit Piton kann schwierig und gefährlich sein und der Aufstieg zum Gros Piton anstrengend. Aber von oben hat man einen herrlichen 360-Grad-Blick auf St. Lucia und benachbarte Inseln wie Dominica, Martinique, Barbados und St. Vincent.

Dauer für Auf- und Abstieg: bis zu 8 Stunden Gros Gros Piton, 4 Stunden für Petit Piton

EI Tucuche, Trinidad

936 m

Man braucht etwas Mut und gute körperlichen Fähigkeiten bei der berüchtigten Wanderung auf Trinidads höchstem Gipfel, EI Tucuche. Die Wanderung zum Gipfel ist eine der steilsten auf der Insel. Es gibt steile Abhänge, rutschige Abschnitte, unvorhersehbare Winde und dicke

Wolkendecke. Der anspruchsvollste Abschnitt wird liebevoll „Devil’s“ genannt.  Dennoch bietet die Wanderung viele Möglichkeiten, seltene und oft verborgene einheimische Wildtiere zu und vom Aussterben bedrohte endemische Spezies wie den goldenen Laubfrosch zu sehen. Vom Gipfel genießt man eine atemberaubende 360-Grad-Aussicht auf die Stadt Las Cuevas und sogar den Caroni-Sumpf.

Dauer einer Rundwanderung: 10 Stunden

Soufrière Hills, Montserrat

915 m

Es handelt sich um einen aktiven Vulkan. Mit seiner rohen Kraft und Verwüstung beim Ausbruchs von 1995 hat der beeindruckenden Soufrière Hill den Ruf erlangt, der Vesuv der Karibik zu sein. Aus diesem Grund benötigt man auch eine Sondergenehmigung und einen zertifizierten Reiseleiter, um das Gebiet um die ehemalige Hauptstadt Plymouth in der Sperrzone zu betreten. Einige Abschnitte sind wegen gelegentlicher vulkanischer Aktivität für die Öffentlichkeit gesperrt. Man kann die Aussicht auf die schwarzen Sandstrände und den üppigen smaragdgrünen Dschungel genießen, die in starkem Kontrast zum schimmernden blauen Wasser des Atlantiks stehen.

Dauer: Eine Tour durch die Exclusion Zone dauert ca. 6 Stunden

Pico Turquino, Kuba

1.973 m

Die schroffen, dschungelbedeckten Berge der Sierra Maestra-Bergkette erheben sich majestätisch von der Südküste in die Provinzen Santiago de Cuba und Granma. Die ikonische Bergkette war Fidel Castros Versteck nach der Landung und beherbergt auch einen der höchsten Gipfel der Karibik. Der Pico Turquino überragt die tiefen Täler und zeugt vom Ruf der Insel, eines der besten Wanderziele der Karibik zu sein. Der Name ist ein Wortspiel mit dem Wort Türkis, eine Anspielung auf die Tatsache, dass der Berg blau zu leuchten scheint, wenn man nach oben klettert. Auf dem Gipfel angekommen gratuliert Ihnen eine Büste des Befreiers Jose Marti für all Ihre harte Arbeit und man wird zudem mit einem atemberaubenden Panorama belohnt.

Dauer: bis zu 2 Tage für eine komplette Durchwanderung

Pico Duarte, Dominikanische Republik

3.097 m

Der Pate aller Gipfel der Karibik thront über der Cordillera Central – auch die Dominikanischen Alpen genannt. Für den Aufstieg zum Gipfel mit abwechslungsreiches Terrain gibt es unterschiedliche Routen mit einer Länge zwischen 24 km bis 40 km – zu Fuß, mit dem Mountain Bike oder dem Maultier. Ein Führer ist unerlässlich. Die Temperaturen fallen bis auf Minus 5 Grad Celsius und verwandeln den Berghang manchmal in ein wunderschönes Winterwunderland, in dem Frost und Eis die Kiefern und den Waldboden in Weiß hüllen.

Dauer: Bis zu 6 Tage für den Auf- und Abstieg

Blue Mountain Peak, Jamaika

2.256 m

Bei Blue Mountains denkt man natürlich an unvergleichlichen Kaffee und atemberaubende Aussichten. Der 23 km Aufstieg zum Gipfel ist steil, intensiv und körperlich ansruchsvoll. Er führt durch den üppigen Wald aus Bambus, Farnen, Wacholderzedern, Seifenholz und sogar Eukalyptusbäumen. Im Blue and John Crow Mountains National Park findet man über 800 Pflanzen- und über 200 Vogelarten.

Dauer für Auf- und Abstieg: ca. 7 Stunden

Morne Diablotins, Dominica

1.455 m

Ein intensiver Nebel hüllt den Gipfel von Morne Diablotins in der Nähe der Nordküste der Naturinsel Dominica ein. Aus dem Französischen übersetzt bedeutet Mome Diablotins „kleine Teufel“. Er ist der zweithöchste Gipfel der Kleinen Antillen und ein Vulkan, der zuletzt vor 30.000 Jahren ausbrach. Die vulkanischen Ursprünge der Insel haben andere Wunder wie den Boiling Lake – den zweitgrößten Heißwassersee der Welt – sowie das Valley of Desolation und zahlreiche Schwefelquellen geschaffen.

Dauer für den Auf- und Abstieg: bis zu 6 Stunden

Mount Liamuiga, St. Kitts

1.156 m

Der höchste Gipfel von St. Kitts hieß früher Mount Misery. Der Name stammt aus der Zeit, als versklavte Afrikaner das Land um ihn herum bearbeiteten. Dieser Stratovulkan, der zuletzt vor mehr als 1.600 Jahren ausbrach, stellt Mut und körperliche Fähigkeiten auf die Probe. Auf dem Weg zum Teufelszahn – einem konischen Krater am höchsten Punkt von Liamuiga – muss man durch kolossale Felsbrocken, massive Baumwurzeln und dichtes Dschungelgelände navigieren. Dauer für den Auf- und Abstieg: Bis zu 6 Stunden

Originalbeitrag von Kristin de Abreu veröffentlicht in Caribbean Beat, dem Kundenmagazin von Caribbean Airlines

Fotos: Adobe Stock

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