Fische der Karibik – das langschnäuzige Seepferdchen

Das langschnäuzige Seepferdchen (Hippocampus reidi) gehört zur Familie der Seenadeln (Syngnathidae). Es lebt in den tropischen Zonen des Westatlantik, von Carolina bis in den Süden von Brasilien, den Bermudas und den Bahamas aber auch in anderen tropischen Regionen. Je nach Vorkommen treten farblich differenzierte Unterarten auf. Es kann die Farbe ändern, schwarze, braune, gelbe und rote Farbtöne anzeigen und sogar fleckig erscheinen

Es lebt in Seegras- und Tangwiesen in Festlandnähe, auf Gorgonien, in Mangroven und in Seegras bis zu einer maximalen Tiefe von ca. 50 Meter gefunden werden. Seepferdchen können eine Länge von 14-18 cm erreichen. Es sind Lauerjäger die aus dem Hinterhalt kleine Fische, Krebstiere, Krill angreifen. Sie fressen ihre Beute, indem sie durch eine sehr schnelle Saugbewegung durch abklappen ihres Unterkiefers einen starken Sog erzeugen.  Ihre Bewegungsfähigkeit ist begrenzt, da ihre Körper schwer gepanzert sind und nur über winzige Rücken- und Brustflossen verfügen.

Seepferdchen können bis zu vier Jahre alt werden und sind paargebunden. Sie zeigen ein stark strukturiertes soziales Verhalten und eine wichtige elterliche Fürsorge. Das Weibchen legt bis zu 1.600 Eier in den Beutel des Männchens, der diesen dann während der Entwicklung versiegelt. In ungefähr zwei Wochen schlüpfen aus den Eiern kleine Seepferdchen. Dieser Zyklus kann fast das ganze Jahr über alle 30 Tage wiederholt werden.

Seepferdchen haben zum Glück nur sehr wenige natürliche Feinde, sind aber auf andere Weise bedroht. Sie werden als Beifang in der Garnelenschleppnetzfischerei getötet, als begehrte Aquarienfische gehandelt, in der traditionellen Medizin verwendet, als Kuriositäten aufbewahrt und sogar als trendiges asiatisches Essen gelten. Zudem werden mehr und mehr Flachwasserlebensräume wie Mangroven und Seegraswiesen abgebaut, was ihren Lebensraum bedroht. Seit 2004 sind Seepferdchen auf der Liste der bedrohten Arten.

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