Pflanzenwelt Karibik – die Tamarinde

Der Baum, der in vielen Gärten der Karibik zu finden ist, trägt nicht nur köstliche Früchte, sondern bietet neben einem attraktiven Aussehen auch noch zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Der Tamarindenbaum (Tamarindus indica) kam ursprünglich aus den tropischen Gebieten Ostafrikas und Asiens. Er kann bis zu 25 Meter hoch werden und sein Stamm erreicht einen Durchmesser von bis zu 1,5 Meter. Die Anpassung dieser zu den Mimosengewächsen gehörenden Pflanze an die tropischen Gebiete Indiens, Asiens, Lateinamerikas und der karibischen Inseln verdankt dieser Baum seinen Erfolg. 

Aus den bis 4 cm großen roten Blüten mit jeweils drei gelblichen Blütenblättern entwickeln sich bohnenähnliche Schoten, die Samen enthalten, die von Fruchtfleisch umgeben sind und durch Faserstachel zusammengehalten werden. Wenn diese 7-20 cm langen Schoten reifen, wird das die ovalen, harten Samen umgebende Fruchtfleisch pastös und nimmt einen süß-zitronig-säuerlichen Geschmack an. Die Früchte werden als Obst gegessen oder mit Zucker zu Süßigkeiten verarbeitet. Zudem wird Tamarindensirup für die Herstellung von Speiseeis und als Zusatz für Soßen, wie zum Beispiel der Worcestershiresauce verwendet. Aus den noch unreifen Früchten bereitet man Chutneys zu oder isst sie gekocht als Gemüse.

Schon früh nutzte man Tamarinde nicht nur wegen ihrem Geschmack, sondern auch wegen der hervorragenden gesundheitlichen Vorteile gern als Zutat in der karibischen Küche. Schon die Holländer nutzten es als Mittel gegen die Vitaminmangelerkrankung Skorbut. In der traditionellen Medizin benutzt man das Fruchtfleisch als Abführmittel und verwendet es bei Husten und Entzündungen im Rachen. Tamarinde wird seit der Antike wegen ihres Säure- und Kaliumgehalts als Abführmittel verwendet. Aufgrund seiner Fähigkeit, die Bauchmuskeln zu entspannen, wird es auch als Mittel gegen Durchfall eingesetzt. Während also die Frucht zur Linderung von Verstopfung verwendet wird, bieten die Blätter eine Behandlung von Durchfall, und die Wurzel und Rinde können verzehrt werden, um Bauchschmerzen zu lindern, während die Blätter zu einem Anti-Grippe-Tee gekocht werden können. Es wird angenommen, dass die Tamarindensamenextrakte Eigenschaften enthalten, die eine hervorragende Abwehr gegen Diabetes bieten, da sie nicht nur entzündungshemmend sind, sondern auch den Blutzuckerspiegel stabilisieren und Schäden an Bauchspeicheldrüsengewebe aufgrund des darin enthaltenen Alpha-Amylase-Enzyms rückgängig machen können, das das Blut reduziert Zuckergehalt. 

Tamarinde ist reich an Ballaststoffen und nahezu fettfrei. Studien deuten darauf hin, dass der tägliche Verzehr von Tamarinde tatsächlich zur Gewichtsreduktion beitragen könnte, da sie Flavonoide und Polyphenole enthält. Die Tamarinde ist auch mit Hydroxyzitronensäure beladen, die den Appetit reduziert, indem sie Amylase hemmt, ein Enzym, das für die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fett verantwortlich ist. Tamarinde ist eine sehr herzfreundliche Frucht. Sie hat einen hohen Kaliumgehalt, der helfen kann, den Blutdruck unter Kontrolle zu halten. Die in der Tamarinde enthaltenen Flavonoide senken das „schlechte“ Cholesterin und erhöhen den „guten“ Cholesterinspiegel und verhindern so die Ansammlung von Triglyceriden, die eine Art Fett im Blut sind. Tamarinde kann aufgrund seiner antihistaminischen Eigenschaften bei Allergien, Asthma und Husten helfen, durch den hohen Anteil an Vitamin C das Immunsystem stimulieren und Erkältungen und Husten vorbeugen.

Fotos: Adobe Stock

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