Havanna – Explosion im Luxushotel Saratoga

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Nachdem das berühmte Saratoga-Hotel in Havanna von einer Gasexplosion verwüstet wurde und mindestens 26 Menschen ums Leben kamen, durchsuchten kubanische Rettungskräfte die Trümmer nach Leichen und möglichen Überlebenden. Bis jetzt mussten mindestens 64 Personen – darunter 14 Minderjährige im Krankenhaus behandelt werden. Von den 50 Erwachsenen wurden bei 19 der Zustand als lebensbedrohlich gemeldet. 13 Patienten mussten operiert werden. 

Die Explosion im Hotel Saratoga, nur einen Block vom Capitolio in einem renovierten Viertel der Innenstadt von Havanna entfernt, beschädigte zwei benachbarte Wohngebäude schwer und fügte 17 Gebäuden in einem Umkreis von zwei Blocks leichtere Schäden zu. Trümmer fielen auf Fußgänger in dem stark befahrenen Bereich und Glas und Trümmer flogen auf ein nahe gelegenes Gymnasium. Vorläufige Berichte weisen auch auf Schäden am umliegenden Martí-Theater, der Yoruba Association of Cuba, sowie in der Baptistenkirche und dem National Capitol hin.

Das Hotel, das sich in einem mehr als hundert Jahre alten Gebäude befindet, war zum Zeitpunkt der Explosion geschlossen und es befanden sich nur Arbeiter darin. Das Saratoga sollte in den nächsten Tagen nach 2jähriger Corona-Pause und Renovierung wieder eröffnet werden.  Das 5 Sterne Hotel im neoklassizistischen Stil, nur eine Minute entfernt von verschiedenen historischen Stätten wie dem renovierten, jahrhundertealten Marti-Theater wurde nach dem Zerfall des Ostblocks von einem britischen Unternehmen umgebaut und galt viele Jahre lang als eines der nobelsten Hotels der Stadt.

Auslöser für die Explosion war vermutlich ein Gasleck. Ein Anschlag wurde von den Behörden definitiv ausgeschlossen. Der kubanische Präsident Diaz Canel war bereits kurz nach dem Unfall am Ort des Geschehens. Er sprach den Familien der Opfer des Vorfalls in Saratoga erneut sein Beileid und seine Begleitung aus. Er forderte eine rasche Wiederherstellung der betroffenen Häuser und der beschädigten Infrastruktur. 

Quelle: Granma und Reuters Fotos: Granma

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