Kuba entdecken – die Provinz Artemisa

Auf unserer Entdeckungsreise durch Kuba geht es heute in die Provinz – Artemisa.

Kubas Provinz Artemisa ist eine landschaftlich schöne Gegend und ein Paradies für Naturlieb­haber. Die Gebirgskette Cordillera de Guaniguanico zieht sich fast durch die gesamte Provinz. In der Sierra del Rosario im östlichen Abschnitt der Cordillera liegt „Las Terrazas“ ein ökologisches Naturzentrum und der berühmte Orchideengarten von So­roa. 

Complejo Turistico „Las Terrazas“

Der Tourismuskomplex „Las Terrazas“ gehört zum UNESCO-Biosphärenreservat Sierra del Ro­sario. Es ist ein einzigartiges Stück Natur mit Seen und Flüssen und den Überresten von mehreren Kaf­feeplantagen französischstämmiger Pflanzer. Er entstand in der zweiten Phase eines 1968 begonnenen Projekts, dessen Hauptziel die Aufforstung einer Fläche von 5000 ha war um die Lebensbedingungen der verstreuten Bevölkerung in der Gegend zu verbessern und eine bessere Anbindung an das nationalen Straßennetz zu schaffen. Heute ist es ein wunderschöner Ort zum Entspannen und die Natur entdecken mit einer herrlichen Landschaft und Seen. Es gibt verschiedene Restaurants und Cafés.

Casa de Polo Montanez

Für Kubaner und Liebhaber seiner Musik ist der Besuch des kleinen Museums in der Casa de Polo Montañez ein Muss. Sein bürgerlicher Name war Fernando Borrego Linares. Der extrem beliebte Sänger und Liedermacher wurde 1955 in El Brujito, einer ländlichen Region ganz in der Nähe des heutigen Tourismuszentrums geboren. Polo Montanez ist Autor von mehr als 100 Liedern, in denen er die typische kubanische Landschaft, die Mythen und die Menschen der Region in den Klängen und Texten seiner Lieder beschreibt und wiedergibt. Als Autodidakt komponierte mit einer Mischung von Genres und nahm die Rhythmen wie Son oder Guarachas, die er lernte, als Referenz. So bildete er einen ganz eigenen Stil mit Themen über persönliche oder andere Ereignisse, die von bäuerlichen Elementen geprägt waren. Jedes Mal, wenn er eine Melodie fertigstellte, musste er einen Transkribierer engagieren oder das Stück mit großem Aufwand auswendig lernen musste.

Als dritter Kubaner wurde er mit seiner ersten CD „Guajiro Natural“ mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet, gefolgt von „Guitarra Mía“.Polo Montanez starb auf tragische Weise 2002 bei einem Autounfall.

Cafetal Buenavista

Cafetal Buenavista ist eine Ort in der Provinz Artemisa, unweit von Las Terrazas. Er wurde 1801 von mehreren französischen Pflanzern aus Haiti errichtet, die nach dem Sklavenaufstand von dort geflüchtet waren. Sie bauten dort die erste Kaffeeplantage Kubas. Man kann noch die Steinmauern der Lagerhäuser und die Sklavenbaracken sowie die riesige Tahona oder Tajona (eine Steinmühle, die verwendet wurde, um die Kaffeebohne von den Schalen zu trennen) sehen.

Das Soroa-Tal

Knapp 20 Kilometer von Las Terrazas entfernt befindet sich das Tal von Soroa, benannt nach dem wohl­habenden Spanier Don lgnacio Soroa, der hier eine der größten Kaffeeplantagen besaß. Es ist eine Naturlandschaft von großer Schönheit und Vielfalt, inmitten des Biosphärenreservat, umgeben von Bergen und Flüssen.

Hauptattraktion ist das berühmte Orquideario. 1952 begann der kanarische Anwalt Tomás Felipe Camacho, in der Nähe seiner Rancho Pinilla einen Garten für seiner Tochter und seine Frau anzulegen. Dieser eigentümliche Garten bestand nur aus Orchideen, für die exotische Sorten aus Asien, Mittel- und Südamerika sowie viele einheimische Sorten importiert wurden.

Im Laufe der Jahre wuchs der Garten und spezialisierte sich auf Orchideen, heute beherbergt er auf seinen 35.000 Quadratmetern mehr als 20.000 Exemplare von 700 Arten. Er gehört zur Universität Pinar del Rio und gilt als der größte Orchideengarten Kubas und einer der Größten weltweit.

Castillo de las Nubes

Das Castillo de las Nubes wurde in den 1940er Jahren dank einer Laune von Pedro Rodríguez, seinem ursprünglichen Besitzer, erbaut und ähnelt einem mittelalterlichen Herrenhaus auf der Spitze des Hügels El Fuerte. Als seine Besitzer nach dem Sturz Batistas das Land verließen, kam das „Schloss der Wolken“ in den Besitz des kubanischen Staates. Zusammen mit dem Orquideario de Soroa wurde es zur Hauptattraktion des neuen Touristengebiets. Heute ist es ein Hotel, das seinen Besuchern eine wunderschöne Aussicht in einem luxuriösen und ruhigen Rückzugsort bietet.

El Salto

Der Weg Weg zum Wasserfall „El Salto“ ist recht schmal und manchmal rutschig. 20 bis 30 m tief stürzt das Wasser in ein natürliches Bas­sin, in dem man auch baden kann. Der Aufstieg zu einem weiteren Aussichts­punkt, dem 375 m hohen Mirador de Venus bietet eine schöne Aussicht.  

San Diego de los Banos

San Diego de los Baños in der Gemeinde Los Palacios ist berühmt für die Heilkraft der dort sprudelnden Quellen. Es ist seit langem ein beliebtes Urlaubsziel für Einwohner auf der ganzen Insel.. Die Legende besagt, dass der Sklave Taita Domingo, der von seinem Besitzer wegen Lepra verstoßen wurde, auf die heilenden Kräfte der Quellen des schwefelhaltigen Wassers der Flüsse Caiguanabo und San Diego stieß, darin badete und geheilt wurde. Alsbald war San Diego Anziehungspunkt für viele Heilung suchende Kubaner. Heute ist es ein Kurort insbesondere zur Behandlung von Knochen- und Hautkrankheiten.

Parque La Güira

Der Nationalpark La Güira ist ein Naturschutzgebiet in der Sierra de los Órganos, in der westlichen Provinz Pinar del Río. An der Stelle, an der sich derzeit der Park befindet, befand sich die alte Hacienda Cortina, die dem Rechtsanwalt und Diplomaten José Manuel Cortina gehörte und 1920 gebaut wurde. Sie umfasst eine Fläche von 22.000 Hektar. Es bietet ein Portal im mittelalterlichen Stil, verschiedene Gärten in unterschiedlichen Stilen und Spazierwege. Es gibt eine große Viel­falt subtropischer Pflanzen und Bäume und immer wieder überraschen Skulpturen aus verschiedenen Materialien.

Cueva de los Portales

Diese Höhle ist für die Kubaner von großem kultur-geschichtlichem Wert. Hier befand sich während der Kubakrise im Oktober 1962 das Hauptquartier der Westarmee unter dem Kommando von Kommandant Ernesto Che Guevara lag.

Die zwei benachbarte Höhlen wurde im Jahr 1800 von einem Spanier entdeckt, der ihr seinen Nachnamen gab. 1947 wurde sie vom Gutsbesitzer Manuel Cortina renoviert, der sie zu Erholungszwecken nutzte. 

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