Mama Bev`s – Suppentradition auf Jamaika

Voriger
Nächster

Das Lächeln von Denese Knibbs-Hall, allen als „Mama Bev“ bekannt, ist warm wie eine Tasse Suppe. Sie betreibt eine Suppenküche in Friendship Gap, Junction Road im District St. Mary – nur 45 Autominuten von der jamaikanischen Hauptstadt Kingston entfernt.

Kaum ein anderes Lebensmittel wird mehr mit der jamaikanischen Kultur in Verbindung gebracht als Suppe. Die Speisekarte von Mama Bev’s in Friendship Gap bietet auf ihrer Speisekarte eine ganze Menge traditioneller Suppen für Europäer eher ungewohnten Zutaten wie Ziegenkopf, Hühnerfüße und Kuhhaut.

Suppe ist für Jamaikaner ein Grundnahrungsmittel insbesondere am Samstag. Bei Mama Bev’s brodelt der Suppentopf aber jeden Tag.  Die kleine Suppenküche besteht nur aus einem kleinen gelb-blauen Laden, der sich mit anderen Imbissständen zusammen auf einem Rastplatz befindet. Heute steht „Ziegenkopf, Kürbis-Hühnerfuß und die Kombination aus roten Erbsen, Hühnerfuß, Kuhhaut und Erdnuss“ auf der Tageskarte. Dazu gibt es auf Wunsch Beilagen wie gekochten Mais, Sprotten und gebratene Brotfrüchte.

Die Kürbissuppe von Mama Bev ist eine Mischung aus vielen Aromen. Da ist geräucherter Thymian, eine Mischung aus erlesenen Gewürzen und herzhaftem Gemüse. Ihr Geheimnis behält sie natürlich für sich. Nur ihre Tochter kennt es und somit ist das Familiengeheimnis sicher verwahrt.

„Lade noch einen Becher ein, lade noch einen Becher ein“, ruft ein Lkw-Fahrer, als er sein Fahrzeug verließ. „Mama Bev ist die einzige Köchin auf dieser Strecke, der ich vertraue … es ist praktisch, erschwinglich und schmeckt gut. Während der Fahrt kann ich nichts aus der Box essen – aber ich kann mir einen Schluck aus dem Suppenbecher genehmigen. Es gibt mir die zusätzliche Energie, die ich für den Tag brauche.“

Wenn Sie also das nächste Mal auf der Junction Road fahren, können Sie die Reise aufregender gestalten, indem Sie in Friendship Gap einen Boxenstopp für eine rote Erbsen-Erdnuss-Suppe (mit Kuhhaut) einlegen. Sie werden nicht enttäuscht sein sondern stattdessen um eine weitere Tasse betteln.

Originalbeitrag und Fotos: Jamaican Gleaner, Stephanie Lyew

Hier geht es zum Originalbeitrag

Pin It on Pinterest