Jerk BBQ Pork Ribs mit Mango-Slaw

Würzig, rauchig und typisch karibisch

Jerk gehört zu den bekanntesten Aromen Jamaikas. Traditionell sorgen Piment, Thymian, Scotch Bonnet, Ingwer und Knoblauch für die charakteristische Mischung aus Schärfe, Würze und leichter Süße. Bei diesen Pork Ribs trifft die klassische Jerk-Würzung auf eine fruchtig-würzige BBQ-Glasur. Ein frischer Mango-Slaw sorgt für den perfekten Kontrast.

Zutaten für 4 Personen

Für die Rippchen

  • 1,5–1,8 kg Schweinerippchen (Baby Back Ribs oder Spareribs)
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 EL Sojasauce
  • 2 EL Limettensaft
  • 2 EL Orangensaft
  • 3 Knoblauchzehen
  • ca. 3 cm frischer Ingwer
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 Scotch-Bonnet-Chili – für eine mildere Variante nur ¼–½ Schote
  • 2 TL gemahlener Piment
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Zimt
  • ¼ TL Muskat
  • 1 TL Salz
  • 1 EL frische Thymianblättchen

Für die karibische BBQ-Glasur

  • 100 ml BBQ-Sauce
  • 2 EL dunkler Rum
  • 2 EL Ananas- oder Orangensaft
  • 1 EL Honig oder brauner Zucker
  • 1 EL Limettensaft
  • ½ TL gemahlener Piment
  • etwas von der Jerk-Marinade

Für den Mango-Slaw

  • 300 g Weiß- oder Spitzkohl, fein geschnitten
  • 1 reife, aber feste Mango
  • 1 kleine rote Paprika
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 kleine Karotte
  • 2 EL frischer Koriander
  • Saft von 1–2 Limetten
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • Salz und schwarzer Pfeffer

1. Jerk-Marinade zubereiten

Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Scotch Bonnet grob zerkleinern. Mit Öl, Zucker, Sojasauce, Limetten- und Orangensaft sowie Piment, Pfeffer, Zimt, Muskat, Salz und Thymian im Mixer zu einer kräftigen Marinade pürieren.

Tipp zur Schärfe: Scotch Bonnet ist ausgesprochen scharf. Wer das typische Aroma, aber weniger Schärfe möchte, verwendet nur ein kleines Stück und entfernt Kerne und weiße Innenhäute.

2. Rippchen marinieren

Auf der Knochenseite der Rippchen möglichst die dünne Silberhaut entfernen. Die Rippchen anschließend großzügig mit der Jerk-Marinade einreiben.

Abgedeckt mindestens 4 Stunden, besser jedoch über Nacht, im Kühlschrank marinieren.

3. Langsam garen

Den Grill für indirekte Hitze auf etwa 140–150 °C vorbereiten. Die Rippchen mit der Knochenseite nach unten in den indirekten Bereich legen und bei geschlossenem Deckel etwa 2½ bis 3 Stunden langsam garen.

Alternativ lassen sie sich genauso gut im Backofen bei 150 °C Ober-/Unterhitze zubereiten.

Die Rippchen sind fertig, wenn das Fleisch weich geworden ist und sich an den Knochenenden etwas zurückgezogen hat, aber noch nicht vollständig vom Knochen fällt.

4. Karibische BBQ-Glasur

BBQ-Sauce, Rum, Fruchtsaft, Honig, Limettensaft und Piment miteinander verrühren und einige Minuten leicht einkochen.

Die Rippchen während der letzten 20–30 Minuten zwei- bis dreimal dünn mit der Glasur bestreichen. Zum Abschluss können sie noch kurz über direkter Hitze gegrillt werden. Dabei aufpassen: Durch Zucker und Honig karamellisiert die Glasur sehr schnell.

5. Mango-Slaw

Kohl fein hobeln. Mango und Paprika in dünne Streifen schneiden, Karotte raspeln und Frühlingszwiebeln fein schneiden.

Limettensaft, Olivenöl und Honig verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit dem Gemüse und der Mango vermengen und zum Schluss den Koriander unterheben.

Den Slaw etwa 20 Minuten ziehen lassen. Er sollte frisch und knackig bleiben.

Servieren

Die glasierten Jerk Ribs in einzelne Portionen schneiden und zusammen mit dem Mango-Slaw servieren. Dazu passen gegrillte Maiskolben, Süßkartoffeln oder klassisches jamaikanisches Rice & Peas.

Tipp des Küchenchefs

Für ein besonders authentisches Jerk-Aroma lohnt sich auf einem Holzkohlegrill etwas Rauch. Traditionell wird in Jamaika Pimentholz (Pimento Wood) verwendet. Da es hierzulande schwer erhältlich ist, sorgt ein wenig geeignetes Räucherholz für einen ähnlichen rauchigen Charakter. Alternativ funktioniert auch etwas Räuchersalz. Entscheidend ist, sparsam zu räuchern – die Aromen von Piment und Scotch Bonnet sollen weiterhin im Vordergrund stehen.

Getränkeempfehlung: Ein kühles karibisches Bier, Rum Punch oder eine alkoholfreie Ananas-Ingwer-Limonade passt hervorragend dazu.