El Niño dämpft Hurrikan-Prognose für 2026 – aber dafür höhere Temperaturen und geringerer Niederschlag erwartet
Die US-Wetterbehörde NOAA hat offiziell die Rückkehr des Klimaphänomens El Niño bestätigt. Gleichzeitig haben Meteorologen ihre Prognosen für die Atlantische Hurrikansaison 2026 nach unten korrigiert. Nach der aktuellen Vorhersage der Colorado State University werden in diesem Jahr nur noch elf benannte Stürme, fünf Hurrikans und zwei schwere Hurrikans erwartet. Damit könnte 2026 die ruhigste Atlantiksaison seit 2015 werden.
El Niño sorgt für höhere Windscherungen über dem Atlantik, was die Bildung und Verstärkung tropischer Wirbelstürme erschwert. Die NOAA geht davon aus, dass sich das aktuelle El-Niño-Ereignis bis zum Winter weiter verstärken wird und zu den stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen gehören könnte. Für die Karibik bedeutet El Niño jedoch nicht nur weniger Stürme. Viele Inseln müssen sich gleichzeitig auf höhere Temperaturen, geringere Niederschläge und ein erhöhtes Risiko für Hitzewellen einstellen.
Experten warnen zudem davor, eine ruhigere Saison mit einer ungefährlichen Saison gleichzusetzen. Schon ein einzelner starker Hurrikan kann verheerende Schäden verursachen – wie 1992, als Hurrikan Andrew trotz einer insgesamt schwachen Saison zu den folgenschwersten Stürmen der Geschichte zählte.
Quelle: NOAA und CSU Foto: Adobe Stock

