Sahara-Staub beeinträchtigt Luftqualität in der westlichen Karibik

Bewohner der Cayman Islands und anderer Teile der westlichen Karibik wie Kuba und Jamaika müssen sich derzeit auf eine verschlechterte Luftqualität einstellen. Eine aus Nordafrika stammende Sahara-Staubwolke zieht über die Region und sorgt für diesige Bedingungen sowie erhöhte Feinstaubwerte. Die Gesundheitsbehörden der Cayman Islands haben deshalb eine offizielle Staubwarnung herausgegeben. Besonders Menschen mit Asthma, Allergien oder anderen Atemwegserkrankungen werden aufgefordert, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Zu den möglichen Beschwerden zählen Husten, Halsreizungen, pfeifende Atmung und Atemnot.

Das Phänomen ist in der Karibik nichts Ungewöhnliches. Zwischen Mai und Oktober gelangen regelmäßig große Mengen feinen Wüstenstaubs aus der Sahara über den Atlantik in die Region. Experten schätzen, dass jährlich mehr als 100 Millionen Tonnen Staub auf diesem Weg transportiert werden. Die höchsten Staubkonzentrationen werden derzeit in Teilen der westlichen Karibik erwartet, bevor sich die Luftqualität im Laufe der kommenden Tage wieder verbessert. Behörden empfehlen, möglichst in geschlossenen Räumen zu bleiben, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen im Umluftbetrieb zu nutzen.

Neben den gesundheitlichen Auswirkungen hat der Sahara-Staub auch meteorologische Folgen. Die trockene Luft kann die Bildung von Wolken und tropischen Wirbelstürmen vorübergehend hemmen und sorgt häufig für spektakuläre Sonnenauf- und -untergänge über der Karibik.

Quelle: Cayman Compass Fotos: Adobe Stock und Cayman Compass