Atlantische Hurrikansaison 2025 offiziell beendet – Rekordsturm „Melissa“ hinterlässt bleibende Spuren
Die Atlantische Hurrikansaison 2025 ist offiziell zu Ende. Wie der Trinidad and Tobago Meteorological Service (TTMS) bekanntgab, markierte der 30. November das Ende einer außergewöhnlich aktiven und zerstörerischen Saison. Insgesamt wurden 13 benannte Stürme registriert, fünf davon entwickelten sich zu Hurrikans, und vier erreichten sogar die Kategorie 3 oder höher – mit Windgeschwindigkeiten über 180 km/h. Damit lag die Saison leicht über dem langjährigen Durchschnitt.
Hurrikan Melissa – ein Sturm für die Geschichtsbücher
Unter den vier schweren Stürmen ragte Hurrikan Melissa besonders hervor. Der Sturm traf Jamaika am 28. Oktober 2025 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 298 km/h – als erster Kategorie-5-Hurrikan in der Geschichte des Landes. Melissa verursachte laut ersten Schätzungen Sachschäden von rund 48 Milliarden US-Dollar und forderte mindestens 75 Todesopfer. Premierminister Andrew Holness erklärte daraufhin Jamaika zum Katastrophengebiet. Neben massiven Überschwemmungen und Stromausfällen kämpft die Insel noch immer mit den Nachwirkungen: Infrastruktur und Gesundheitswesen stehen unter Druck, und in einigen Regionen wurden erhöhte Krankheitsfällegemeldet. Der National Hurricane Center (NHC) bezeichnete Melissa als einen der stärksten jemals gemessenen Landfälle im Atlantikbecken. Der Sturm traf auch Hispaniola und Ost-Kuba schwer.
Eine Saison, die den Klimawandel spürbar machte
Meteorologen verweisen auf die steigenden Meerestemperaturen und die zunehmende Energie in tropischen Wettersystemen als deutliche Zeichen der fortschreitenden Klimaveränderung in der Karibik. Trotz des offiziellen Endes der Saison am 1. Dezember warnt der TTMS, dass Nachwirkungen tropischer Systeme auch im Dezember möglich seien.
Quelle: St. Lucia Time Fotos: Adobe Stock

