US-Behörden stellen die Kreuzfahrt für weitere 100 Tage ein

Die US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten haben eine „No-Sail-Verordnung“ für Kreuzfahrtschiffe um 100 Tage verlängert oder bis COVID-19 nicht mehr als Notfall für die öffentliche Gesundheit gilt. Die Verlängerung folgte einer CDC-Entscheidung, wonach Passagiere oder Besatzungsmitglieder, die von einem Kreuzfahrtschiff in die USA kommen, keine kommerziellen Flüge mehr besteigen können.

Carnival setzt Kreuzfahrten bis 26. Juni aus

Das Kreuzfahrtunternehmen Carnival hat als Reaktion auf das CDC-Urteil alle nordamerikanischen Kreuzfahrtrouten bis zum 26. Juni und alle Reisen von New York bis Ende dieses Jahres abgesagt.

Die Anordnung der CDC gilt für mindestens 100 Tage, es sei denn, der US-Gesundheitsminister erklärt offiziell, dass COVID-19 kein Notfall für die öffentliche Gesundheit mehr ist oder der CDC-Direktor hebt die Anordnung auf. Aber selbst wenn Kreuzfahrtschiffe mit Sitz in den USA nach Ablauf der CDC-Verordnung wieder in US-Gewässern segeln dürfen, ist nicht klar, ob sie auf den karbischen Inseln landen können.

Zahlreiche Infektionen auf Kreuzfahrtschiffen

Bisher wurden auf mindestens 10 Kreuzfahrtschiffen Infektionen von  Besatzungsmitglieder oder Passagiere gemeldet. Die CDC schätzt, dass aktuell vor der Ost-, West- und Golfküste der USA ungefähr 100 Kreuzfahrtschiffe mit fast 80.000 Besatzungsmitglieder an Bord auf See sind. Darüber hinaus befinden sich in den USA 20 Kreuzfahrtschiffe im Hafen oder Ankerplatz mit bekannten oder vermuteten COVID-19-Fällen unter der Besatzung, die an Bord bleiben müssen.

Die CDC-Verordnung verlangt, dass Kreuzfahrtschiffe Betriebspläne zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie entwickeln die medizinische Untersuchungen von Passagieren und Besatzungsmitgliedern sowie die Schulung von Besatzungsmitgliedern umfassen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern und auf Ausbrüche an Bord entsprechend zu reagieren.

Kreuzfahrtgesellschaften bieten Bonus bei Verzicht auf Bargeldrückzahlung

Annullierte Reisen belasten die Bargeldreserven der wichtigsten Kreuzfahrtunternehmen erheblich. Aktuell bieten viele der betroffenen Gesellschaften  zusätzliches Guthaben für Beibehaltung der Buchung sowie zukünftige Buchungen, wenn keine Rückerstattung in bar gefordert wird.

Originalartikel: Michael Klein, Cayman Compass, 14.04.2020

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